Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: DLF (Seite 16 von 43)

Auch wieder falsch … ?

Die Linke wurde öffentlich bemerkt
Da fiel ich fast vom Sofa. Die sich anmassend “Die Linke” nennende Partei kam in der Tagesschau vor, und zwar schon an zweiter Stelle, vor irgendeiner anderen Partei. Unterwanderungs-Erfolg der “Roten Socken” in Hamburg? Nein, es ist bescheidener. Das geht schon damit los, dass aus den eigenen Reihen gegen einen “Putschversuch” gestänkert wird. Ja, dass “Die Linke” mit ihrem “Sofortprogramm” in etablierten Medien zur Kenntnis genommen wird, das geht wirklich ein bisschen weit. Oder was meinen Sie? Weiterlesen

Online last

Deutsche Medien graben ihre Grube selbst
Über Paywalls rege ich mich gar nicht mehr auf. Deutsche Verleger*innen, mehrheitlich Milliardär*inn*en, sehen ihren Lebenssinn darin, Informationsfreiheit und Meinungsvielfalt zu verknappen. Der Volkswirtschaftsklippschule folgend, die sie in ihrer Jugend besucht haben müssen, lässt sich nur mit knappen Gütern Extraprofit machen. Gut, ist mir egal. Macht einfach so weiter. Ihr müsst nicht beim ehemaligen Handelsblatt-Angestellten lesen. Ich finde beim Dealer meines Vertrauens Wege über oder unter Eure Mauer, oder um sie herum. Kein Problem. Weiterlesen

Meine Wahl-O-Mat-Irritation

Plus eine Mediathekperle, passend zur Wahl
38% aller Wahlberechtigten sind über 60 Jahre alt. Ihr Anteil an den tatsächlich Wählenden dürfte die 40% weit übersteigen, denn sie gehen weit disziplinierter/pflichtbewusster hin als die Jungen unter 30, die, selbst wenn sie alle teilnehmen würden, unter 15% ausmachen. D.h. die Kanzler*innenmacher*innen sind wir Rentner*innen, und zwar vor allem die Rentnerinnen. Die Mädels leben länger als die Männer, stellen also unter den Alten eine überproportionale Mehrheit. Was-mit-Medien-Leute verstehen das nicht. Sie sind weit jünger und agieren selbstreferentiell. Von dem Draussen wissen sie wenig, keine Zeit. Weiterlesen

Wer verdirbt “unsere” Jugend?

Der erste Fehler ist diese Frage. Jugend wird als Besitz der Erwachsenen betrachtet. Kinder “gehören” ihren Eltern, wie ein Besitz. Das passte mir im ersten Moment nicht, in dem ich selbst zu denken begann. Aber wie wurde ich “verdorben”, also zu Beginn der 60er Jahre? Das waren Comichefte. Zuviel Fernsehen (damals noch schwarz-weiss). Später auch Kinofilme, die niemand selbst gesehen hatte, aber über die furchtbare Dinge in den Zeitungen standen. Schlimm selbstverständlich die Zeitschriftenregale mit all den nackten Frauen. Das ist heute natürlich alles komplett anders. Oder? Weiterlesen

Künstliche Despotenernährung

Ein Kollateralschaden der aktuellen Afghanistan-Krise ist, dass die rat- und strategielosen Nato-Mächte sich ein weiteres Mal vor dem Despoten-Darsteller Recep T. Erdogan in den Teppichstaub werfen. Traumatisiert durch ihr selbstfabriziertes Syrien-Malheur – ein Luxusproblem, während dortselbst Menschen im Krieg sterben oder hungern – wollen sie, dem Laschet-Duktus folgend, “ein neues 2015 verhindern”, der sozialdemokratische Aussenminister inklusive. Bei Erdogan werfen sie sich in den Staub, aber mit dem Iran wollen sie lieber nicht reden. Weiterlesen

Bescheidene Verschwiegenheit

Die Herrschenden haben Laschet schon aufgegeben
mit Update nachmittags
Es ist nur das Feuilleton, also an dieser Stelle kaum relevant. Im Politikteil wäre Patrick Bahners/FAZ Abhandlung über die Eröffnung der “Academy of International Affairs NRW” in einer Villa in der Bad Godesberger Rheinallee zu einer publizistischen Vernichtung des CDU-Kanzlerkandidaten geraten. Im Hauptberuf ist der Betreffende NRW-Ministerpräsident. Und selbst in diesem Amt kann er, wenn wir Bahners’ Argumentationsführung folgen, seinen katholisch-akademischen Aachener Seilschaften-Provinzialismus nicht verbergen. Weiterlesen

Lesebefehle

mit Update abends
Es war viel heute. Untenstehendes empfehle ich zur Lektüre, ohne oder mit knappem Kommentar, thematisch gegliedert, damit Sie sich Interessierendes selbst auswählen können. Es gibt ihn noch, den guten Journalismus.
Bundesverfassungsgericht
Wie CDU-Kreise sich einen Verfassungsrichter aufbauten – Das Vertrauen in das höchste deutsche Gericht ist erstaunlich angesichts dessen, wer nach Karlsruhe geschickt wird. Der Fall Stephan Harbarth, von Helmut Lorscheid/telepolis, wo im Gegensatz zum Extradienst wenigstens ein schmales Honorar gezahlt wird.
Afghanistan Weiterlesen

Laschet, Baerbock … oder was?

Die Nervosität steigt, umgekehrt proportional zur politisch-inhaltlichen Polarisierung. Es gibt keinen Streit um nichts, dafür umso mehr um die Nasen. Das ist ein Fest für bräsige, denkfaule Medien. Sie müssen nichts in Journalismus investieren und können die kostengünstigste Variante als Spektakel verkaufen. Sie merken nicht, dass sie damit selbst zum Teil des Problems (der Demokratie) werden. Denn so, wie die grösste Gruppe weder Laschet, noch Baerbock noch Scholz will, wie schon lange die grösste Gruppe die der religiös Ungläubigen (= unspektakulär = nicht berichtenswert) ist, so wächst die Gruppe derer, die sich eine Meinung unabhängig vom veröffentlichten Medienstrom bildet. Oder selbst darauf gerne verzichtet, und an der kommenden Bundestagswahl gar nicht teilnehmen werden. Weiterlesen

Später Wiedergutmachungsversuch

Ulrike Bremermann war die Leiterin der Aussenstelle Bremen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). In einer widerlichen Kampagne des Bundesinnenministeriums wurde sie kriminalisiert mit dem Versuch, sie auch als Mensch komplett zu brechen. An der Kampagne beteiligte sich die Mehrheit der deutschen Massenmedien. Unkenntnis war für sie kein Grund, es sein zu lassen. Ich hatte diesen Skandal, der nicht als solcher behandelt wird, schon mehrmals kommentiert. Nun hat es endlich auch ein 20-Minuten-Feature des Deutschlandfunks getan. Weiterlesen

Verfassungsschutz ist das Gericht

Es gibt ein Bundesamt, das einen propagandistischen Namen führt, der leider fast vollständigen Eingang in die politische Umgangssprache gefunden hat. Sprachpolitik des Inlandsgeheimdienstes. Eine Ausnahme, denn nur selten ist er so erfolgreich. Vor allem ist er teuer und gierig nach Ressourcen. Deren Erweiterung fordert er regelmässig dann, wenn er wieder besonders grossen Mist gebaut hat. Aber ich schweife ab. Der Verfassungsschutz dieser Republik ist das Bundesverfassungsgericht. Nicht immer, aber nun schon seit einigen Jahrzehnten sehr oft. Weiterlesen

Die Helfer des Morgens

Zurheide, Mai & Dietmar
Jürgen Zurheide ist der seltene Fall eines “freien” Journalisten, der die Freiheit vom Angestelltendasein berufslebenslang geniesst und davon profitiert. Wie er das gemacht hat? Das kann ich auch nicht erklären. Gewiss gehört dazu, eine gute Mikrofonstimme zu haben und damit gut umgehen zu können. Politischer Durchblick, besser als Andere informiert sein, und gerne Schichtdienste übernehmen, auf die die Festangestellten keine Lust haben. Das sind die Tricks, von denen ich weiss.
Samstagsmorgens z.B. Wer hätte da Lust von 6 bis 9 zu moderieren, also um 4 im Sender zu sein, um alles adäquat vorbereiten zu können? Weiterlesen

Gamechanger “Schuldfrage”?

Lieber nicht so hastig
Auf dem Bröltalweg hat ein*e Kreidekünstler*in schon komplett Bescheid gewusst: “die Regierung” und “der WDR” tun nix. “Die Merkel” feiert lieber Geburtstag. Solche Bescheidwisser*innen sind bekanntlich in Krisenlagen immer die grösste Hilfe. Den Rücktritt Horst Seehofers vom Amt des Bundesinnenministers fordern wir in diesem Blog schon seit vielen Jahren. Ich formuliere mal so: die aktuelle Krisenlage liefert keinen Grund, davon abzuweichen. Ist aber angesichts des nahenden Wahltermins mittlerweile müssig. Es gibt differenziertere Betrachtungen. Weiterlesen

Die Kanzlerin im Ahrtal

“This is Germany” – “What is your message to the world?” – “Wir müssen uns anstrengen.”
Mir persönlich fällt es schwer, mit angemessenen Emotionen auf die Katastrophen zu reagieren, die sich hier in unmittelbaren regionalen Umgebungen, in der Eifel und Voreifel, im Bergischen Land und im wunderschönen Ahrtal ereignet haben. Entlastet fühle ich mich von guten Nachrichten über massenhafte Solidarität, hier z.B. ein Bonner Hotel, in dem ich gerne sehr gut esse, oder durch exzellente Arbeit guter Journalist*inn*en, die einen höllisch schweren und emotional anstrengenden Job machen. Weiterlesen

Solidarität – was ist ihr “Wert”?

Wie gross muss eine Katastrophe sein, damit auch Deutschland versteht? Die grösste seit Menschengedenken wurde vom deutschen Faschismus verursacht. Nur die Generation meiner Eltern, nur wenige noch am Leben, kann sich traumatisch erinnern, zu welchen Massnahmen die Welt greifen musste, um die Mehrheit der Deutschen zur Vernunft zu bringen. Nun werden kleine Teile der deutschen Bevölkerung erneut traumatisiert: von Wetterkatastrophen. Wie nachhaltig wird das wirken? Zweifel sind angebracht, wie die deutsche Patentpolitik zu Corona-Impfstoffen – leider sehr nachhaltig – vor Augen führt. Weiterlesen

Papas Erbe

Die medienpolitische Torschlusspanik der reaktionärsten CDU-Teile
Alle wissen, dass es “so” nicht weitergeht. Das heisst: solange es noch “so” ist, muss all das mitgenommen werden, was bald nicht mehr möglich ist. Das ist der rote Faden durch alle gegenwärtigen CDU-Strategien. Wird Laschet Bundeskanzler, wird das noch vier Jahre so weitergehen. Das möchte ich hier kurz am Beispiel der Medienpolitik erläutern.
Jürgen Liminski ist gestorben. Weiterlesen

“Wir wollen das langsam”

Das sagte der umweltpolitische Sprecher der CDU im EU-Parlament Peter Liese heute mittag im DLF (Audio 9 min). Es ist die zentrale Botschaft der CDU/CSU im diesjährigen Bundestagswahlkampf. Jetzt müsste nur noch jemand beim Klima bescheidsagen. Blöderweise interessiert sich das überhaupt nicht für deutsche Wahlkämpfe. Das beschreiben u.a. ZDF-Meteorologe Özden Terli im taz-Interview, Georg Diez in seiner taz-Schlagloch-Kolumne und Wolfgang Pomrehn/telepolis in seiner Energie- und Klima-Wochenschau. Weiterlesen

Shared Space

Es ist imgrunde wie mit den Wölfen. Knapp 50 Jahre, nachdem “Der weisse Hai” (im Original “Jaws”) die Kinos unsicher gemacht hat, gibt es die süssen Tierchen jetzt wirklich in der Nähe, wo Spielberg den Film seinerzeit gedreht hat. Nora Sobich hat darüber für DLF-Kultur eine unterhaltsame Reportage gemacht, die sie von mir aus gerne noch mal als Beitrag für mare-TV drehen dürfte. Leitende Erkenntnis: die Erde gehört nicht dem Menschen allein. Weiterlesen

Kleine Siege in Sachsen

Und: die Dialektik der “Frauenförderung” in der Schwarz-Gruppe (Lidl)
Pödelwitz – das scheint ungefähr so auszusehen, wie es heisst. Beim heutigen DLF-Wochenendjournal (Audio 47 min) fühlte ich mich an meinen Besuch einer Freundin im Osten von Berlin erinnert. Sie engagierte sich in einem Sozial- und Wohnprojekt auf einem verlassenen Kasernengelände. Ich fuhr mit der S-Bahn bis Strausberg, und dann nochmal lange mit dem Bus, der laut seinem Fahrplan ganz lange nicht wieder zurück fuhr. Die Kasernengebäude waren mitten in der Sanierung, sanitäre Anlagen waren noch nicht fertig. Dafür gabs im Wald einen “Donnerbalken”. Gegenüber der Bushaltestelle, wurde mir damals erläutert, gab es eine mit Erde notdürftig bedeckte alte DDR-Müllkippe. Lecker. Weiterlesen

Die schwache Kraft des Arguments

Während die Bundesumweltministerin die Langsamkeit und Denkfaulheit des Koalitionspartners kritisiert, ein Interview, das der aufnehmende Sender DLF übers Wochenende durch seine Nachrichten versendet, wird sie von ihren eigenen Genoss*inn*en, inspiriert von der sogenannten Zeitung Bild, direkt wieder dementiert. So geht deutsche Klimapolitik. Daran verzweifeln nicht nur die Menschen, die den grösseren Teil ihres Lebens noch vor sich haben, sondern auch der alte, weisse Mann Matthias Greffrath. Weiterlesen

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