Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: DLF (Seite 28 von 44)

Anti-Tönniesse in USA / SPD als Reissack

“Wir sind keine Rassisten!”, nein, sind wir nicht. Aber wenn die Revolverjournalisten von Frau Springer und Herrn Döpfner zur Jagd auf einen Schwarzen pfeifen, dann sind fast alle bei Fuss. Nein, nicht fast alle – es sind nur die Rudeljournalist*inn*en, die leider in ihrer Branche die Mehrheit stellen. Kaufen tun die Organe des Herrn Döpfner nämlich immer weniger Menschen: die sogenannte Zeitung Bild stürzt von einst 5 Mio. verkauften Exemplaren in den 90ern der eine-Millionen-Grenze entgegen. Ihre Relevanz besteht also nicht bei der Kundschaft, sondern bei denen, die sie als Rudelanführer des rassistischen Agendasettings anerkennen.
Es geht auch anders. Weiterlesen

Wieviel Zeit bleibt?

Der politische Diskurs in der Hauptstadt, von “politischer Klasse” und sie begleitender, eingebetteter Medien, hat sich vom gesellschaftlichen Leben weitgehend abgekoppelt, dreht sich um sich selbst: das wird “selbstreferentiell” genannt. Wen interessiert die Grünwende von Söder und sein Versuch, die CSU schneller zu verwandeln, als es der Kanzlerin mit der CDU gelungen ist, ausser die Betroffenen selbst? Oder gar, wer das schönste Amt nach Papst haben will? Ist das wichtiger als ein Sack Reis?

Machen sie am Golf das Licht aus?

Zwei Fragen dominieren unser aktuelles Weiterleben: Weiterlesen

Marcuse / Küppis Geheimnis

Vor 50 Jahren hielt Theodor W. Adorno in Wien einen Vortrag, der nun zum Wohle des Suhrkamp-Verlages die Bestsellerlisten stürmt. Als Leser seiner “Dialektik der Aufklärung” (zusammen mit Horkheimer) kann ich bestätigen, dass die Herren der Frankfurter Schule mit viel weiser Voraussicht gesegnet waren. Heute vor 40 Jahren starb Herbert Marcuse, woran Matthias Greffrath/DLF erinnert. Ich danke meinem Mitautor Dieter Bott, der in den 90ern mein Interesse an diesen Herren weckte.
Friedrich Küppersbusch scheint sein Geheimnis, Weiterlesen

Bild&Spiegel – wo ist der Unterschied?

Im Herabsetzen und Gegeneinanderaufhetzen von Menschen sind sie ganz gross, die um ihre Existenz kämpfenden Verlags- und Medienhäuser, die meisten im Besitz von Milliardärsfamilien, die ihre Schäfchen steuermindernd ins Trockene bringen. Immer wieder schleichen sich Klischees von bösen Rechten und weniger schlimmen Liberalen Medien in die Debatte ein, aber stimmen die auch?
In meinen Augen ist das seit langem eine rhetorische Frage. Das die sogenannte Zeitung Bild ein übles Machwerk ist, ist Menschen mit Schulbildung seit ihrer Existenz bekannt. Sie hat sich nun kurz vor ihrem Untergang entschlossen, Weiterlesen

Selten geworden: Musikjournalismus

Musikjournalismus im Radio ist eine aussterbende Art. Die Formatierung der Radioprogramme ist kulturell das, was die Landwirtschaft biologisch macht: Vernichtung der artenvielfalt (TV dito). Heute habe ich das Ausserhaus-Mittagessen ausfallen lassen, um die DLF-Sendung “Rock et cetera” zu hören. Es ging um “The Specials”, von denen eine aktuelle Reunion zu melden ist. Ich war popmässig nie auf Ballhöhe in der ersten Reihe, lief mehr im Mainstream mit, inkl. allerdings vieler ausgeprägter Antipathien. Die Specials nahm ich erst bewusst wahr, als sie sich schon aufgelöst hatten. Weiterlesen

Deutschland bergab – und den Weinberg wieder hinauf

Ein Lindner soll sich besorgt über ein armes spassfreies Deutschland geäussert haben. Lassen wir den Fachmann für Spass ran, den Ex-Titanic-Chef Leo Fischer. Ja, der sieht das auch so: am Beispiel der Begriffsgeschichte des Wortes “Spitze” macht er klar, wie rettungslos es mit Deutschland bergab geht.
Den entgegengesetzten Weg beschreitet Reinhard Löwenstein, immer den Weinberg rauf. Ich nahm ihn zunächst wahr als Inserent in der Zeitschrift Konkret, die ich Ende der 70er/Anfang der 80er abonniert hatte. Ein Winzer! In der Konkret! Weiterlesen

Trump&Murdochs Fox / ÖPNV-Tarife

Eine grosse Pest für die demokratische Kultur sind die Medien des Rupert Murdoch. A propos: bei Springer wirds auch spannender als gedacht. Murdoch hat nebenbei die Fußballmafia gefüttert, aber diesen Geschäftszweig (Sky) mittlerweile verkauft. Der Kerl ist bald tot, und seine Blagen wollen Geld sehen. Behalten hat er sein politisches Machtinstrument, die TV-Kette Fox. Vielleicht ein Wettbewerb zwischen Murdoch und Trump, wer von wem abhängt, wer den Längsten hat? Möglich ist das. Weiterlesen

Lieber WDR-Rundfunkrat: Agendasetting ist das Problem!

mit Update 4.7.
Erneut wird viel Aufregung um die AfD produziert, exakt nach deren Drehbuch. Ist es nun richtig oder falsch sie in Talkshows einzuladen? Ist es nun richtig oder falsch, wie die “Talkmaster” mit ihnen umgehen? Ist es gerecht oder ungerecht, wie die Redezeit verteilt wird? Nein- das ist alles egal.
Entscheidend ist: welches Thema wird gesetzt? Welche Denke, welches Framing und welche Strategie steckt dahinter? Weiterlesen

Die Guten

Fakten-Verkehrshinweise zu Flüchtlingsrettung&Medien, Hyperlokaljournalismus, EU-Netzpolitik
Wenn es Ihnen zu viel Medieninszenierung und GutundBöse um Frau Rackete, Signore Salvini und die Flüchtlinge ist, dann ist das einerseits richtig, andererseits (s.u. Rene Martens) aber auch nicht. Aber auch Ihnen kann geholfen werden: die spröden grausamen Fakten finden Sie z.B. hier. Daraus ergibt sich glasklar: Signore Salvini ist nicht der Böse, gehört aber zu den Bösen, wie unsere (ich habe sie auch nicht gewählt) Bundesregierung. Weiterlesen

Antisemitismus? – Antizionismus? – Antifeminismus?

Die Debatte um das Jüdische Museum in Berlin geht weit über die dortige Kommunalpolitik hinaus. Nach meinem Eindruck wird hier eine Abwandlung der Leitkuiturdebatte ausgetragen. Auf sehr deutsche Art und Weise soll ein für allemal geklärt werden: “was ist jüdisch?” Und wer die Autorität hat, darüber zu bestimmen. Was in der Politik funktionieren mag, über Machtkämpfe und Abstimmungen, funktioniert in der Wirklichkeit annähernd demokratischer Gesellschaften nicht. Denn es gibt keine Leitkultur. Weiterlesen

Wird Mobilitäts-App zum Datenkriegsschauplatz?

Der gegenwärtige und der ehemalige Bundesbeauftragte für den Datenschutz gaben heute Interviews gegen den beabsichtigten Zugriff der Innenminister auf Sprachassistenzsysteme. Es erweist sich, dass der ehemalige, Peter Schaar, mit dem Deutschlandfunk den besseren Griff getan hat, weil dort sein Interview auch nachlesbar ist. Der WDR dagegen, in dem Uli Kelber zu Wort kam, legt grösseren Wert auf die Freundschaft mit 3-4 Zeitungsverlags-Milliardären, und bietet darum nur zeitraubende Audiodateien an. Wählen Sie selbst, wichtig ist es allemal.
Wie unaufhaltsam die Datenrevolution ist, zeigt die eigentlich gute Idee, Weiterlesen

Informationelle Selbstbestimmung für Städte

Ein Hinweis für die*den zukünftige*n grüne*n OB*ine
Smart Cities sind der heisse Scheiss globaler Kommunalpolitik, und darum in allen ahnungslosen Munden. Hier wurde schon mannigfach davor gewarnt. Aber “es” ist natürlich nicht aufzuhalten. Am Ende ist es eine Frage der Politik. Die erweckt hierzulande nicht den Eindruck von Gestaltungskraft. Sie ist in der Digitalpolitik so schwach, dass sie noch nicht mal mehr Sachkunde zu simulieren und vorzutäuschen versucht. Das macht Kassandra-Rufe zu Selffullfilling-Prophecy.
Ein lesens- oder hörenswertes DLF-Wissenschaftsfeature von Andreas Beckmann Weiterlesen

Korruptionsbekämpfung – von Rumänien lernen

Nach Rumänien schiebt Deutschland gerne Roma ab. Und andere rumänische Arbeitslose, wenn sie in deutschen Schlachthöfen trotz untertariflicher Bezahlung und menschenunwürdiger Unterbringung gerade nicht gebraucht werden. Im Gegenzug liebt es die deutsche Exportwirtschaft, solche Länder mit subventionierten Gütern zu überschwemmen, und beschwert sich dann, wenn Rumän*inn*en, die ihre Existenz verloren haben. als EU-Bürger*innen hier Arbeit suchen. Bekannt und berühmt ist Rumänien hierzulande vor allem für seine schlimme, schlimme Korruption. Weiterlesen

Wahlsonntag: übersehene Details und verdeckte Krisen

Um sich selbst mit Details vertraut zu machen, kann ich diese interaktive Wahlanalyse der FAZ empfehlen. In ihrem Begleittext hat sie einen Witz versteckt, den ich sofort enthüllen will: die FAZ zählt Bonn zu “den Städten, in denen die SPD traditionell stark war”. Offen lässt Autor Timo Steppat, an welches Jahrhundert er dabei gedacht hat. Ich kann mich an keins erinnern. Aber ich bin ja auch im Ruhrgebiet aufgewachsen, und bin andere Massstäbe gewöhnt. Weiterlesen

Feminismus – cool, aber nicht gemäßigt

Morgen 13.30 h im DLF (und danach Mediathek)
Die sonntäglichen “Zwischentöne” des DLF gehören zu den Perlen dieses Zuhör-Radioprogramms. 90 Minuten mit einem Gesprächsgast, die Zwischenmusik von dieser Person ausgewählt. Morgen ist Frigga Haug zu hören, von der ich immer nur (wenige ihrer) Texte gelesen habe. Ein Kind des Ruhrgebiets wie ich, etliche Jahre früher, und sie mit Nazieltern. Die Zeitschrift “Das Argument”, Weiterlesen

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